One Minute Yoga Chemnitz

„Achtsamkeit ist das Wasser im Garten deines Lebens.
Was es berührt, wird wachsen.“

One Minute Yoga Chemnitz

Namaste!
Hier findet ihr alle Informationen zu den Yoga-Kursen
mit Stefan Maune in Chemnitz

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Inhaltsverzeichnis
Tiefe Meditation
Sadhana IntensivSound & Silence
Prana VrajaYogakurseWas ist Yoga?
Hatha-YogaAn- & EntspannenAchtsamkeit
PranayamaMeditationMantras

Aktivitäten


Yogakurse
Mein Anliegen ist es, ein möglichst authentisches, facettenreiches Bild von Yoga zu skizzieren. Dabei lege ich viel Wert auf Achtsamkeit und Entspannung, was nicht mit Schlaffheit gleichzusetzen ist.

Eine Yogastunde beinhaltet Körperübungen (Asanas, zur Steigerung von Kraft und Flexibilität des Körpers), Atemübungen (Pranayamas, zur Steigerung von Energie und der Effektivität des Atemvorgangs), Entspannungstechniken (zur Vorbeugung und zum Entgegenwirken von stressbedingten Symptomen) und Meditation (zur Kultivierung innerer Stille im Geist). Mantren bilden einen Rahmen, der die Tradition ehrt und auf Yoga einstimmen soll.

Ich unterrichte einen ganzheitlichen Yogastil in der Tradition von Swami Sivananda und Yogani.

Bitte komme spätestens 15 Minuten vor Beginn der Yogastunde an,so dass du genügend Zeit zum entspannten Umziehen hast. Bitte bringe eine eigene Yogamatte mit und ein Kissen mit festem Kern (Meditationskissen). Tee und ein Lächeln stehen für dich vor und nach der Stunde bereit.

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Tiefe Meditation – Seminar
Dieses Seminar richtet sich an alle, die die Technik der Tiefen Meditation erlernen möchten. In 10 Einheiten lernst du Praxis und Theorie der Meditation. Start: 12. April 2017

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Sadhana Intensiv Workshop
Deine Möglichkeit die Tiefe von Yoga zu erleben. Einen ganzen Tag lang im Zustand „Yoga“. In Anlehnung an einen Tag bei einem Aufenthalt in einem Yoga-Ashram. Für Beginner wie Fortgeschrittene.

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Sound & Silence
„Sound & Silence“ ist eine freie Meditations- und Mantragesangsgruppe. Wir meditieren und musizieren gemeinsam und schaffen uns so einen Raum voller Freude und Stille.
Es sind keine Voraussetzungen zu erfüllen. Einfach vorbeikommen und mitmachen. 🙂

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Prana Vraja
Die Gruppe beschäftigt sich mit Atemtechniken aus dem Yoga. Anschließend wird gemeinsam meditiert.

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Yoga, was ist es denn nun wirklich?

(Ein Versuch der Beschreibung)

Die meisten Menschen hierzulande verknüpfen Yoga mit der Idee sich in diversen Körperpositionen, die man „Asanas“ nennt, hineinzuzwängen, um dann, irgendwann, so hofft man, ein Wohlgefühl zu erhalten, welches vielleicht sogar in Entspannung mündet. Eine recht begrenzte, wenn auch nicht ganz unwahre, Vorstellung.

In Wirklichkeit kann Yoga die Spanne vom ersten Atemzug bis zum Letzten umfassen. Es ist eine Lebenseinstellung. Yoga in seiner Ganzheit ist eine Art und Weise die Welt zu schauen und zu erfahren. Ein oft gehörtes Zitat lautet: „Yoga does not change the world, it transform the person who sees“. (B.K.S. Iyengar)

Was soll das nun heißen? Es heißt zu Yoga gehört vielmehr als nur ein paar, verspitzt ausgedrückt, „Gymnastikübungen“. Yoga bedeutet im Wortlaut „Einheit, Harmonie“. Alle Yogatechniken dienen diesem hohen Ideal. Was meint man hier mit Einheit? Was soll sich vereinen?
Nun die Antwort darauf ist zwar einfach aber nicht leicht zu verstehen. Nach der Definition von Yoga gibt es eine äußere Realität und eine Innere Realität. Beide sind durch unser Nervensystem erfahrbar. Yogatechniken zielen darauf ab das Nervensystem des Menschen auf diese Erfahrung vorzubereiten. Werden beide Realiäten zugleich wahrgenommen, sprechen wir von Einheit, oder eben Harmonie, dem Zustand „Yoga“.

Äußere Realität, ist klar. Aber Innere? Was’n das? Hast du dich nicht schon mal gefragt woher das Gefühl kommt einen Menschen nicht leiden zu können, obwohl du ihn erst vor ein paar Sekunden das erste Mal gesehen hast? Oder du kommst in einen Raum hinein und fühlst dich sofort wohlig wie Zuhause? Kennst du es auch wenn du dir Sorgen machst, dann treten diese viel häufiger ein, als wenn du unbedacht durchs Leben gehst? Was ist mit der Liebe? Das Kribbeln und das Gefühl Berge versetzen zu können? Vielleicht hast du aber auch schon mal an eine Person ganz stark gedacht und diese ruft dann in dem Moment an? Es gibt unzählige Beispiele. Die Innere Realität ist dass, was wir in unserem, nach außen gerichteten Leben nur selten und gar nicht wahrnehmen, und wenn dann auch nur in einem geringen Maße mit jeder Menge potentiellen Missinterpretationen.

Yoga lehrt die Wahrnehmung wieder nach Innen zu führen und verspricht dem Übenden jede Menge Freude. Und da liegt die Krux. „Dem Übenden“? Ja! Das ist es was Yoga verspricht: Wundervolle Erfahrungen, einen neuen freudvollen Weg das Leben zu beschreiten, … WENN du übst. Und da stehen wir vor dem Dilemma :-). Yoga ist Einheit, Harmonie, Liebe, Frieden, und viel viel mehr aber in erster Linie: Eigenverantwortlichkeit! Es zeigt dir den Ball und nennt dir die Regeln, aber spielen musst du selbst. Keiner ist für dein Glück verantwortlich, keiner außer du selbst.

Was anfangs wie ein Hindernis aussieht und sich vielleicht auch so anfühlt, ist in Wirklichkeit ein Geschenk. Denn genauer betrachtet, brauchst du also nichts außer dich Selbst, um glücklich zu sein. Diese Idee reicht, vollends durchdrungen reicht weit in die menschliche Psyche hinein. Und selbst da kennt sich Yoga bestens aus, und das schon seit tausenden von Jahren. Viele moderne Ansätze aus der Therapie, ob nun physisch oder psychisch, haben ihre Wurzeln im Yoga oder können zumindest damit in Verbindung gebracht werden (MBSR, Autogenes Training, Verbindung Körper/Geist, Pilates, u.v.m.)

Eigenverantwortlichkeit? Puhh, wenn da mal nicht die liebe Zeit wäre! … Pustekuchen! Zeit ist lediglich eine Frage der Priorität der Sache für die man sie braucht. Fürs Zähneputzen ist immer Zeit. Fürs Essen ist immer Zeit. Trinken ebenso. Warum nicht für das eigene Glück? Warum ist das nicht wertvoll, sollte die Frage lauten. Und was ist es, was mich davon abhält, mich mit meinem eigenen Glück zu beschäftigen?

Wir können hier noch tausende Frage und Antworten aufführen. Doch ist es nun Zeit zu enden, denn Yoga ist in erster Linie eine Praxis. Es ist erfahrbar und erlebbar, und damit dann auch authentisch und verständlich. Theoretische Abhandlungen sind interessant, doch ohne tiefergehenden Wert und leicht misszuverstehen, wenn man keine eigenen Erfahrung macht.

Fazit: Yoga sagt, Innen ist Außen, Außen ist Innen. Das äußere Geschehen ist der Spiegel der Inneren Prozesse. Beide unterliegen derselben Gesetzmäßigkeit. Die Yoga-Praxis ist das Selbst-Erforschen, und damit das Bemühen das Leben an sich zu erfahren und zu verstehen, mit dem Herz und dem Verstand. Dazu nutzt Yoga jahrtausende alte traditionell überlieferte Techniken und ist mit modernen Ansätzen gut kombinierbar. Es ist ein flexibles Übungssystem, eine Lebeneinstellung, eine Philosophie. Eine Art und Weise sein Leben zu leben, und nicht zuletzt die größte Friedensarbeit, die jeder einzelne leisten kann. Denn … wie soll Frieden in der Welt sein, wenn wir ihm nicht im Herzen tragen? Wie sollen wir jemanden lieben, wenn wir uns selbst nicht lieben? Alles beginnt bei dir. Tu was! Mach Yoga! Sei glücklich! 🙂
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Hatha-Yoga

Hatha-Yoga-Übungen beschäftigen sich mit dem menschlichen Körper. Als „Asanas“ bezeichnet man bestimmte Körperstellungen, die meist auf Grund ihrer Charakteristik nach Tieren benannt wurden. Das Einnehmen und Halten dieser Stellungen entfaltet ihre körperlichen, energetischen und geistigen Effekte.

„sthira-sukham-āsanam“Bewegungslos (stabil), angenehme Körperhaltung

(Patanjali, Yoga-Sutra)

Im „modernen“ westlichen Yoga erfahren Asanas eine sehr große Verbreitung und Beliebtheit. Das ist sehr gut. Ihr Wert besteht in der Vorbereitung des Körpers auf weiterführende, komplexere Techniken. Sie haben die Aufgabe den menschlichen Körper kräftig, beweglich und gesund zu halten, um ihn für die sitzenden Techniken (z.B. Pranayama, Meditation) fit zu machen.

Dabei ist es nicht zweckmäßig ständig neue Asanas in die Yogastunden einfließen zu lassen. Der Geist ist in diesem Fall immer wieder neu damit beschäftigt diese Stellungen zu erlernen und wird es schwer haben zur Ruhe zu kommen. Dienlicher ist es, die Asanas wiederholt auszuführen. Idealweise in einer Routine. Dies hat den Vorteil, dass der Geist sich irgendwann nicht mehr auf die Ausführung konzentrieren muss und man seine Aufmerksamkeit auf die subtileren Prozesse im Körper lenken kannst.

"Ha"
... ist die Sonne, männliche Energie
"Tha"... ist der Mond, weibliche Energie

Hatha-Yoga hat also das Ziel, die in jedem Menschen innewohnenden weiblichen und männlichen Energien auszugleichen und zu harmonisieren. Auch hier zeigt sich einmal mehr die Definition von Yoga (Einheit, Harmonie).

Das tiefe Erfahren und Spüren des Körpers ist im Hatha-Yoga, aber auch im Alltag, eine wichtige Angelegenheit. Diese Eigenschaft kann dir außerordentlich dienlich sein. „Tu das was dir gut tut!“ lautet ein Sprichwort. Doch dafür ist die Eigenschaft des tieferen Wahrnehmens des Körpers notwendig.

„Go inside and listen to your body, because your body will never lie to you. Your mind will play tricks, but the way you feel in your heart, in your guts, is the truth.” (Miguel Ruiz)

Um das tiefere Wahrnehmen des Körpers zu erlernen ist das Üben mit Gegensätzen sehr hilfreich. Das kontinuierliche Abwechseln zwischen Anspannen und Entspannen, Bewegung und Ruhe, Konzentration und Loslassen birgt das Potenzial, dem Übenden auf Dauer mit der Sprache des Körpers bekannt zu machen.

Mit der Zeit, weiß er ganz genau, wann der Körper Ruhe braucht oder wann es Zeit für Bewegung ist. Er weiß sehr genau welches Essen ihm gut bekommt und welches nicht. Er lernt seinen Körper zu schätzen und zu lieben und dessen Gesundheit und Vitalität wird ihm ein besonderer Herzenswunsch.
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Das Prinzip „Anspannen – Entspannen“

Unsere alltäglichen Aktivitäten (Sport, Arbeit, Familie) bringen den Körper in einen Zustand der Leistungsbereitschaft. Immer wenn der Körper etwas leisten muss, befindet er sich im Stress (mal mehr, mal weniger). Dies hat folgende Auswirkungen:

Auswirkungen von Stress:Auswirkungen von Ruhe:
Erhöhter, unruhiger Pulslangsamer, ruhiger Puls
flache, schnelle Atmungtiefe, langsame Atmung
erhöhte physische und psychische Leistungsbereitschafterhöhte physische und psychische Erholung
verminderte Verdauungsleistungerhöhte Verdauungsleistung
geschwächtes Immunsystemgestärktes Immunsystem
generelle Anspannung in den MuskelnEntspannung aller Muskeln

Der Lebensstil vieler Menschen der heutigen Zeit führt dazu, dass der Tag mit Aktivitäten überhäuft wird und sich keine Zeit für Erholung und Entspannung gelassen wird.

Dies bringt den Organismus in einen dauerhaften Stresszustand, der bald schon Gewohnheit wird und dann auch nur noch schwer wahrgenommen werden kann. Auf Grund der, damit einhergehenden, geringen Verdauungsleistung wird der Stoffwechsel beeinträchtigt, was wiederum noch mehr Stress für den Körper bedeutet. Dazu kommt, dass das schwächere Immunsystem seltener in der Lage ist Krankheiten abzuwehren. Die Leistungsatmung (die flache, schnelle Atmung) wird zur Gewohnheitsatmung und führt dazu, dass dieser Zustand auch weiterhin aufrechterhalten wird.

Also nur noch Erholen?

Es ist nicht ratsam dem Körper nur Erholung zukommen zu lassen, genau so wenig wie permanente Aktivität. Vielmehr ist es erstrebenswert, einen balancierten Ausgleich beider Zustände im Alltag zu erreichen. Es gibt Zeiten für Aktivität und es darf auch Zeit für Erholung geben. Beide sind wichtig und notwendig um ein ausgeglichenes, harmonisches Leben zu führen.

In dem der Übende, mit erhöhter Achtsamkeit, die wechselseitigen Positionen (Aktivieren und Erholen) in den Asanas genau erkundet und sich auf eine tiefe, langsame Atmung konzentriert, entwickelt er allmählich die Eigenschaft, auch im Alltag genau abzuschätzen, wann der Körper Ruhe benötigt und wann es wieder Zeit für Aktivität ist. Und er entwickelt ganz von selbst den Wunsch, diese Zeichen des Körpers nicht zu übergehen.
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Das Prinzip „Achtsamkeit und Wiederholungen“

Es gibt verschiedene Arten Asanas auszuführen. Viele Yoga-Stile sind eher dynamisch oder auch sehr kraftvoll mit vielen verschiedenen Yoga-Positionen. Diese Stile sind vor allem im Westen sehr beliebt, denn sie werden dem, hier vorherrschenden, Fokus auf den Körper sehr gerecht. Dies ist auch gut so. Hier entsteht die Entspannung meist durch ein Übermüden der Muskulatur nach vorherigen intensiven Gebrauch.

Jeder sollte genau das üben, was ihn in die Ruhe führt. Für die Einen ist die Praxis eher kraftvoll und dynamisch. Für die Anderen ist es sinnvoll einen achtsamen Yoga-Stil mit wenig Asanas und Wiederholungen zu praktizieren.

Wiederholen der Asanas führt zu:
nach einer anfänglichen Lernphase bedarf es keinerlei Konzentration mehr die Asana auszuführen
der Geist erlangt dadurch ein gewisses Maß an Freiheit, die es ihm ermöglicht seine Wahrnehmung auf feinere, subtilere Prozesse im Körper und den Gedanken auszurichten
Fortschritte in den Asanas werden viel schneller bemerkt
Alltägliche Unterschiede in der Praxis werden bewusster wahrgenommen und möglicherweise mit Situationen im „Außen“ in Bezug gebracht. Das Prinzip „Innen=Außen und Außen=Innen“ kann direkt erfahren und beobachtet werden.

Achtsamkeit während der Praxis für zu:
gesteigerte Körperwahrnehmung, im Besonderen des vollständigen Atemvorgangs
gesteigerte Konzentrationsfähigkeit und weniger Streuung der Gedankenkraft
direktes Erfahren der Wirkungen in den Asanas
Möglichkeit des selbstständigen Nachkontrollierens und Korrigierens der jeweiligen Körperstellung

Auch hier gilt es ein gesundes Mittelmaß zu finden. Allzu kreative, kraftvolle oder dynamische Asanafolgen lenken den Geist weg von der entspannten Wahrnehmung. Er ist mehr damit beschäftigt die Asana auszuführen, die Bewegung zu koordinieren oder dem Yogalehrer zu folgen. Ein direktes Erfahren von Gedanken- und Körperprozessen wird somit erschwert.

Natürlich gibt es für jeden einen geeigneten Yoga-Stil, der seine körperlichen und geistigen Potenziale in einem ausgewogenen Maß ausschöpft. Ein guter Ratgeber ist das Gefühl nach der Yogastunde. Geht es mir gut? Bin ich entspannt? Habe ich Energie?

Das „Gefühl danach“ ist ein allgemeines Prinzip und kann im Grunde bei jeder Aktivität (Essen, Trinken, Arbeit, Hobby, Freunde) im Alltag als Ratgeber hinzugenommen werden.

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Pranayama

Atem ist Leben. Das Atmen hält uns am Leben. In diesem Grundsatz ist die Menschheit vereint. Es ist das lebensbejahendste, was wir tun können. Atmen ist ein Ausdruck von Lebenskraft.

pranaEnergie, AtemPranayamas sind Atemübungen zur Beherrschung des Atems
und zur Kultivierung von Prana (Energie).
yamaKontrolle, Übung

Es erscheint nur logisch sich mit dem Atem näher zu beschäftigen, da es eine Tätigkeit ist die wir unser ganzen Leben hindurch ausüben werden. Je bewusster und effektiver dies geschieht, desto mehr Vorteile ergeben sich daraus.

Verbindung zum physischen Körper:
Die Atmung hält alles Lebensprozesse aufrecht und versorgt den Körper mit Energie. Regelmäßig ausgeführte Pranayamas steigern diesen Vorgang enorm. Das Atemvolumen erhöht sich und die Sauerstoffaufnahme in der Lunge wird optimiert. Darüber hinaus kann die bewusste Atmung das Herz- Kreislaufsystem steuern.

Verbindung zu den Emotionen:
Jeder kann beobachten, dass wenn man Wut oder Zorn verspürt, die Atmung flach und schnell wird. Man kann also sagen, Emotionen haben Auswirkungen auf die Atmung. Und so hat die Atmung eine Auswirkung auf die Emotionen. Regelmäßige Pranayamas können den Effekt der Emotionen mildern bzw. stabilisieren.

Verbindung zum Bewusstsein
Der Atem hat direkten Einfluss auf die Gedanken des Atmenden. Eine unruhige, gestresste Atmung bringt ebensolche Gedanken hervor. Im Umkehrschluss wird ein langsames, tiefes Atmen die Gedanken beruhigen. Kommt der Atem gänzlich zum Stillstand, ist der Geist auch still. Was passiert mit deinen Gedanken, wenn du deinen Atem anhältst?

Die inneren Dynamiken von Pranayamas sind sehr komplex. Doch die Wirkungen können unmittelbar beim Üben erfahren werden. Wie geht es dir wenn du bewusst atmest? Was passiert mit deinen Gedanken? Wie fühlst du dich danach?

Der Atem hat nicht nur im Yoga eine Schlüsselposition inne. Er verbindet den physischen mit dem energetischen Körper und dient als Werkzeug, diese beiden, scheinbar getrennten Teile der menschlichen Natur, positiv zu entwickeln. Pranayamas wirken harmonisierend und belebend auf den Körper und das Nervensystem, kultivieren Prana, lösen Blockaden und bereiten den Übenden optimal auf die Meditation vor.

Die Gruppe „Prana Vraja“ beschäftigt sich mit Atemübungen und Meditation.

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Meditation

Unser Verstand funktioniert in etwa wie eine Maschine. Er produziert ständig und ununterbrochen Gedanken. Eine Gedankenmaschine könnte man sagen. Diese Gedanken werden von unserem Bewusstsein wahrgenommen. Der Verstand ist nicht das Bewusstsein. Wir sind das Bewusstsein. Wir sind das, was wahrnimmt.

Dieser, am Anfang noch als Hypothese anmutende Gedanke, bringt uns zu einer interessanten Vorstellung. Was wäre, wenn die Gedankenmaschine plötzlich zum Stillstand kommt? Was würden wir dann noch wahrnehmen, was würden wir dann erfahren?

Die Antwort ist, wir erfahren unser eigenes Bewusstsein, unser Selbst, die wahre Natur des Menschen ohne die unaufhörlichen Gedankenprozesse des Verstandes. Meditation macht dieses Wortspiel erfahrbar. Es ist die Kernübung des Yoga. Die Folgen davon sind weitreichend.

Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedanken im Geist. Dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen.“

(Yogasutra, Patanjali)

Jeder ist in der Lage zu meditieren. Niemand ist da eine Ausnahme. Für das Nervensystem des Menschen ist der Prozess der Meditation etwas völlig Natürliches.

In fast allen Kulturen gab und gibt es eine Form der Innenschau oder des Einkehrens in die Stille. Es gibt daher hunderte von Meditationsarten und alle haben Ihren Daseinsgrund. Für jeden ist etwas dabei.

Wer regelmäßig meditiert, erlaubt es sich im täglichen Leben inneren Frieden, Kreativität und Energie zu kultivieren. Er erlaubt es sich zum vollen Potenzial seines Wesens vorzudringen und entwickelt eine Art der Freude, die unabhängig von äußeren Erfahrungen ist.

Eine gemeinsame Meditationspraxis ist sehr empfehlenswert. Meditationsgruppen und Kurse gibt es mittlerweile (zum Glück) fast überall. Hier gilt es einfach zu probieren und auf das „Gefühl danach“ zu vertrauen.

Die Gruppe „Prana Vraja“ und „Sound & Silence“ treffen sich regelmäßig zur Meditation.

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Mantras

Der Körper des Menschen besteht zu einem Großteil aus Wasser. Wasser hat die hervorragende Eigenschaft Schall, also eine Schwingung, besonders gut zu übertragen. Jeder Klang ist eine Schwingung, ist Energie und hat einen Einfluss auf unser Nervensystem. Entweder direkt über den Hörnerv oder indirekt über den Körper. Man kann sich dem Einfluss von Schallwellen nicht entziehen. Man kann aber entscheiden welcher Art von Schallwellen man sich aussetzt.

Im Kern ist ein Mantra ein jedes Wort was mit Bedacht und voller Hingabe, aus dem Herzen heraus gesprochen, gesungen oder gedacht wird. Dabei spielt es keine Rolle aus welche Sprache dieses Wort stammt. Ein Beispiel für ein deutsches Mantra ist das Wort „Ja“. Oder das Wort „Release“ im Englischen.

Traditionell werden Mantras jedoch in Sanskrit gesungen oder rezitiert. Sanskrit ist eine der ältesten Sprachen der Welt, von der man sagt, sie sei aus den Mantras hervorgegangen. Die Mantras selber wurden in tiefer Meditation von den „Rishis“ vor tausenden von Jahren empfangen. Sanskrit besitzt 50 Buchstaben wobei jeder eine ganz exakte und fest definierte Aussprache hat. Die exakte Aussprache ist von großer Bedeutung, denn sie erzeugt einen ganz bestimmten Ton und damit eine bestimmte Frequenz.

„Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“
„Mögen alle Wesen in allen Welten Glück und Zufriedenheit erfahren.“

Wer ein Mantra rezitiert oder singt erzeugt in sich und im Umfeld einen Schall, eine Frequenz. Dabei dient der Körper als Resonanzraum, welche die Schwingung verstärkt. So verstärkt sich auch der Einfluss auf das Nervensystem, selbst wenn das Mantra nur im Geiste aufgesagt wird.

Traditionell:

„Ein Mantra ist eine, in eine Klangstruktur eingeschlossene, mystische Energie.“

Die inhaltliche Bedeutung ist für Menschen, die sich mit Spiritualität und Religion beschäftigen sicher interessant. Sie zu wissen ist aber keine Bedingung für deren Wirkung und kann ihr auch manchmal im Wege stehen. Viel Wissen schafft viele Gedanken. Das Gefühl ist hier wieder mal von größerer Bedeutung. Wie fühlt es sich an Mantras zu hören oder gar selbst zu singen? Mas macht das mit mir? Was verändert sich?

Das Mantrasingen gehört zum Bhakti-Yoga und ist eine starke herzöffnende Praxis. Wer aus voller Hingabe heraus ein Mantra wiederholt, kommt mit jedem Wiederholen eine Ebene tiefer, ein Schritt näher zu seinem Herzen, seinem Selbst und zur Ursache des Klangs.

„Die Ursache allen Klangs ist die Ruhe. Die reine Stille des Herzens und des Geistes.“

Kommen viele Menschen zusammen und singen oder rezitieren gemeinsam Mantras geschehen zuweilen die wundersamsten Dinge. Doch dies ist wie immer eine Sache zum selber Probieren. 🙂

Die Gruppe „Sound & Silence“ trifft sich regelmäßig zum Mantrasingen und Meditieren.

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